Meine persönlichen Tipps zum Lernen von Fremdsprachen

Tipps zum Lernen von Fremdsprachen

 

1. Eine kleine Motivationshilfe: Es ist nie zu spät, eine Fremdsprache zu erlernen. Ehrlich!

Wissen Sie, wie oft ich in meiner Praxis höre: „Ach, das macht doch keinen Sinn mehr. Ich bin seit über 20 Jahren aus der Schule, ich kann keine Sprache mehr erlernen.“? Aber wissen Sie auch, wie oft wir genau diesen Personen das Gegenteil beweisen können? Zu hundert Prozent. Und das freut uns besonders. Sprachen zu lernen ist keine Frage des Alters, es ist eine Frage der Motivation. Natürlich wird es mit den Jahren nicht einfacher, sich Vokabel zu merken und Satzstrukturen zu erkennen. Doch Sie haben einen entscheidenden Vorteil: Im Gegensatz zu vielen Kindern wissen Sie, wofür Sie lernen: nämlich für sich. Glauben Sie an sich und Ihren Weiterbildungserfolg!

Lesen Sie auch: Zu alt zum Sprachen lernen?

2. Das Ziel nicht aus den Augen verlieren

Es werden immer Momente kommen, in denen man am liebsten das Handtuch werfen würde – sei es aus Zeit-, sei es aus Motivationsmangel. In solchen Momenten halten Sie sich Ihr Ziel vor Augen. Warum wollten Sie die Sprache ursprünglich erlernen? Weil Sie Ihre beruflichen Optionen erweitern wollen ? Für eine bessere Verständigung in Ihrem bevorzugten Urlaubsland? Um sich mit Ihren neuen anderssprachigen Schwiegereltern austauschen zu können? Weil Sie demnächst ins Ausland ziehen wollen? Visualisieren Sie den Moment, in dem Sie Ihr Ziel erreicht haben – das beflügelt ungemein!

3. Konsequent dranbleiben

Sie werden immer besser darin, Ausreden für sich selbst zu finden, wieso gerade nicht der richtige Zeitpunkt zum Lernen ist? Die Zeit ist viel zu knapp fürs Vokabelpauken? Wenn es Ihnen nicht gelingt, sich zu motivieren, so ersetzen Sie eine Ihrer Freizeitaktivitäten durch „passives“ Lernen: abends einen spannenden Artikel in der Fremdsprache lesen, einen fremdsprachigen Film ansehen oder fremdsprachige Musik hören oder – noch besser – mitsingen. Es ist wichtig, immer im Training zu bleiben, zumindest regelmäßig die Sprachmelodie zu vernehmen und unbewusst zu erleben.

4. Die richtige Methode erkennen

Es gibt so viele praktische Tipps zum Erlernen einer Sprache, wie es Sprachen gibt. Manche schwören auf Sprachtraining mit einem Muttersprachler, andere lernen lieber für sich selber. Manche sind visuell veranlagt, andere auditiv. Manche brauchen Karteikarten zum Vokabellernen, andere lernen ganze Sätze aus dem Zusammenhang und merken sich so Einzelvokabel.
Fakt ist: Die perfekte, allgemein gültige Optimalmethode gibt es nicht. Jeder hat seine eigene Lernmethode, sein eigenes Lerntempo. Diese gilt es zu entdecken. Gerne hilft Ihnen unser erfahrenes bildungsraum-Trainerteam dabei.

5. Spannendes Material verwenden

Nehmen Sie Material zur Hand, das Sie thematisch interessiert! Informieren Sie gegebenenfalls auch Ihren Sprachtrainer über Ihre Interessen! Wenn Sie gerne Musik hören, kaufen Sie sich eine CD mit Songs in Ihrer Zielsprache – schreiben Sie den Text auf, singen Sie mit! Ihr Gehirn speichert so ganz nebenher Sprachmuster, einzelne Wörter und grammatikalische Besonderheiten. Auch die Aussprache wird so auf einfache und unterhaltsame Art und Weise perfektioniert. Wenn Sie gerne Filme ansehen, so tun sie dies zukünftig in der Fremdsprache, die sie lernen wollen – anfangs wenn nötig mit deutschen Untertiteln! Wenn Sie gerne lesen, so suchen Sie sich ein einfaches Buch zu einem Thema aus, das Sie interessiert! Nehmen Sie ein Wörterbuch zu Hand und schreiben Sie sich die Wörter, die Sie nicht kennen, an den Rand! Sie werden sehen, wie schnell diese anfängliche Fülle an neuen Vokabeln nach und nach weniger wird und sie von Tag zu Tag Zusammenhänge auf Anhieb besser verstehen. Lesen Sie online Nachrichten, amüsieren Sie sich über fremdsprachige Comics – Ihrer Phantasie sind dabei keinen Grenzen gesetzt. Mit Ihrer bevorzugter Methode, mit Themen, die Sie interessieren, macht das Lernen gleich sehr viel mehr Spaß.

6. Keine Angst vor Fehlern

Es ist völlig in Ordnung, Fehler zu machen. Das ist Teil eines jeden Lernprozesses. Glauben Sie mir, Ihre Bemühungen werden geschätzt, auch wenn Ihnen einmal nicht das passende Vokabel einfällt oder Sie die falsche Zeitsetzung anwenden. Haben Sie keine Scheu, zu sprechen! Im Gegenteil: nützen Sie jede Gelegenheit, Ihre neu erworbene Sprache anzuwenden. Ein gutes Sprachgefühl kommt durch Intuition und diese kommt durch aktives Training. Auch Schifahren kann man nur lernen, wenn man Schi fährt. Genauso verhält es sich beim Sprachenlernen. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Der Wunsch nach Perfektionismus hemmt und blockiert. Also nur Mut und einfach drauf los reden.

Übrigens habe ich einen kurzen Blogbeitrag zu meiner persönlichen Einstellung zum Sprachenlernen geschrieben. Hier nachzulesen …

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(4) Kommentare

chkonstantinidis 2. April 2015

Hallo liebe Birgit, danke für deine Querverlinkung zu meinem Artikel „Zu alt zum Sprachen lernen?“. Gerne verlinke ich hier auch auf den Artikel von dir in meinem Blog: https://chkonstantinidis.wordpress.com/2014/12/12/sprachen-lernen-im-alter-ja-unbedingt/

Liebe Grüße Christine

antworten
    Birgit Bauer 2. April 2015

    Liebe Christine,
    vielen Dank auch dafür.
    Liebe Grüße Birgit

    antworten
Peter Hudson 18. Mai 2017

Hallo.Ich wollte die Sprache lernen. Ich hatte Probleme einen Russisch Muttersprachler finden. und ich bin auf der Suche nach alternativen Methoden. Sie können helfen?

antworten
    Birgit Bauer 5. Juni 2017

    Lieber Peter Hudson, ich denke, dass können wir, da wir neben der klassischen Sprachen-Lernmethode auch ein paar ungewöhnliche und erfolgversprechende Lerntechniken vermitteln. Vielleicht wollen Sie an einem unserer „Sprachlernen leicht gemacht“ Workshops teilnehmen. Oder Sie melden sich persönlich bei uns, damit wir Ihnen unseren Zugang zum Sprachenlernen vermitteln können?
    Liebe Grüße Birgit Bauer

    antworten
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