Wie Sie Englisch zu IHRER Sprache machen

Wie Sie Englisch zu Ihrer Sprache machen und authentisch wirken

Kennen Sie das Gefühl? Sie sprechen Englisch und fühlen sich dabei nicht 100% wie Sie selbst? Vermutlich haben Sie sich noch nicht mit der Fremdsprache als Teil Ihrer eigenen Persönlichkeit vertraut gemacht. Englisch-Sprachexpertin Katie Reschenhofer erklärt, wie Sie auch in einer Fremdsprache authentisch und sprachsicher wirken und wie Sie Englisch zu IHRER Sprache machen können.

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Wenn man eine Sprache lernt, drehen sich die ersten Schritte grundsätzlich um Vokabular, Grammatik und Redewendungen. Natürlich sind diese drei Komponenten essentiell, um einer Sprache mächtig zu werden und sich mit den linguistischen Besonderheiten vertraut zu machen, allerdings beinhalten sie nicht den Schlüssel zur native fluency. Wer also eine Sprache nicht nur sprechen, sondern auch zum Teil seiner Identität machen will, der muss sich mit weitaus mehr auseinandersetzen.

False Friends - auch in der Sprache "falsche Freunde" meiden

Im Englischen gibt es, genauso wie im Deutschen, gewisse Ausdrucksweisen, die eine andere Bedeutung haben, als man vielleicht sofort erahnen würde. Diese false friends verstecken sich in allen möglichen Settings. Beim Business Brunch, im Kinofilm oder in einem Gespräch mit dem Portier können Kleinigkeiten schon sehr viel in der Bedeutung einer Aussage verändern.

Ein klassisches Beispiel wäre hierfür die Phrase „Thanks a lot!“. Da dieser Ausruf aus den englischen Wörtern für danke und viel/ vielmals besteht, würde man meinen, dass „Thanks a lot!“ gleichbedeutend mit „Thank you very much“ ist. Leider ist das meistens nicht der Fall. „Thanks a lot!“ wird vom Großteil der English natives sarkastisch und daher negativ aufgefasst.

Wie Sie Englisch zu Ihrer Sprache machen: False friends vermeiden

Zu deutsch: "Ich verwandle mich in ein Bier!" ©UliOesterle/WallStreetEnglish

Den Wortschatz situationsabhängig einsetzen

Um mehr wie ein native speaker zu klingen, muss man nicht nur die false friends herausfiltern können, sondern auch an seinem eigenen Wortschatz arbeiten. Dazu gehört ein gutes Verständnis vom Kontext, in dem gewisse Wörter gebraucht werden. Abhängig von seinem Alter, Geschlecht oder Beruf wird ein englisch speaker gewisse Worte oder Phrasen eher nutzen als andere. Bestimmte Jugendwörter würde man in einem seriösen Environment meiden, während man bevorzugt auf jene Synonyme zugreift, die möglicherweise in einer anderen Situation prätentiös wirken.

Authentisch sein

Es kommt also nicht nur darauf an, wie man sich gerne ausdrückt, sondern auch, wie man von anderen english speakers angesehen werden möchte. Will man jugendlich cool wirken? Seriös und diskret? Redet man mit seinem Chef, einer Gastfamilie oder anglophonen Schülern? Ganz gleich, wo man ist, man kann sich ein Gerüst für seine eigene native fluency mit einfachen Tipps und Tricks aufbauen und es dann je nach Bedarf in spezifischere Richtungen ausbauen. Der wichtigste Punkt, der hierbei unbedingt zu beachten ist, ist authenticity.

Authentizität spielt bekanntlich eine große Rolle wenn es darum geht, andere Leute von seiner Person zu überzeugen – sei es beruflich, freundschaftlich oder in anderen Kontexten. Allerdings ist dies noch ein Stück weit wichtiger in einer Fremdsprache als in der eigenen Muttersprache. Wieso? Der Grund hierfür ist eigentlich ganz plausibel: Wenn man in seiner Muttersprache spricht, fühlt man sich wohl. Man benutzt Redewendungen, macht Späße und weiß, welche Ausdrucksweisen angebracht sind und welche weniger. In einer Fremdsprache fehlen sowohl diese Selbstverständlichkeit als auch ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein. Das Resultat ist dann die allseits gefürchtete awkward situation, also eine peinliche oder unangenehme Situation.

Authentisch = Komponente „X“ entdecken.

Stefan Weiss, Denker

Eintauchen in die anglophone Welt

Um also authentisch zu bleiben und die englische Sprache Teil seiner selbstbewussten Identität zu machen, ist der erste Schritt, in die anglophone Welt einzutauchen. Englischsprachige Fernsehserien, Hörbücher oder Kinofilme sind besonders gut geeignet, um seine eigene native fluency aufzubauen, da man Untertöne und indirekte Bedeutungen heraushören kann, was beim Lesen beispielsweise verloren geht. Englischsprachige Workshops zu besuchen oder anglophone Freundschaften zu schließen, wo fleißig Englisch gesprochen wird, ist Ihr key to success!

Katie Reschenhofer - bildungsraum-Trainerin

Über die Autorin

Katie Reschenhofer ist Kommunikationswissenschaftlerin und Anglistin. Ihre Spezailthemen sind International English, Hedging and Mitigation, Business English, General American Pronunciation, How to sound like a Native Speaker. Sie hält erfolgreich Seminare und Workshops im bildungsraum ab.

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